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Mittwoch, 13. Mai 2015
Skyline over my place
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Dies und das,
Im Garten,
Neuigkeiten vom Hof,
Und übrigens...
Sonntag, 15. Februar 2015
Die Patin
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Sonntag, 3. Februar 2013
Es musste ja passieren...
Da mich auf meinen letzten Blogeintrag hin meine Schwester darauf hingewiesen hat, und ich zitiere jetzt: "Wenn du seit drei Tagen nicht mehr duschen warst... ist das Verwesen
deines GEISTES das kleinere Problem.", habe ich beschlossen, allen Widrigkeiten zum Trotz und trotz aller Mühsalen heute schon wieder duschen zu gehen (2 Tage Rhythmus also - yeah!). Also wieder mach disch einbeinisch nackisch, Fuß ins Sackerl, alles mit Paketklebeband abgepickt und zwar so, dass es ordentlich einschneidet damit das Wasser nicht reinrinnt, auf einem Bein in die Wanne, auf einem Fuß in der rutschigen Dusche herumturnen und dann ist es passiert!
Das Sackerl war undicht! Ihhhhh ich stehe im Wasser! Also Sackerl panisch aufgerissen, Handtuch hinhalten, vielleicht ist es ja nicht so arg. Fuß und Gips aber waschelnass. Schöne Scheiße. Muss ich wohl trocknen. Dazu wär es gut den Gips abzumontieren. Momentmal. Gips abmontieren? Hey, tolle Gelegenheit! JUHU FÜSSE WASCHEN!!!
Im Anschluss dann natürlich: Gips föhnen
die Gelegenheit nutze ich natürlich auch gleich um den Zustand meines Fußes zu begutachten. Fazit: Nur mehr leicht angeschwollen (im Vergleich zu Mittwoch, aber ich lagere ihn ja auch 23 Stunden am Tag hoch) und die Blutergüsse sind auch nicht mehr so arg:
Und ja, ich passe eh auf, dass es mich nicht über das Kabel im Bildhintergrund prackt...
Ich bin sehr zufrieden (im Rahmen meiner Möglichkeiten mit etwas zufrieden zu sein) aber das allerallerbeste des Tages ist das Gefühl frisch gewaschener Füße.
Fast so gut wie Sex.
Nein, besser.
Das Sackerl war undicht! Ihhhhh ich stehe im Wasser! Also Sackerl panisch aufgerissen, Handtuch hinhalten, vielleicht ist es ja nicht so arg. Fuß und Gips aber waschelnass. Schöne Scheiße. Muss ich wohl trocknen. Dazu wär es gut den Gips abzumontieren. Momentmal. Gips abmontieren? Hey, tolle Gelegenheit! JUHU FÜSSE WASCHEN!!!
Im Anschluss dann natürlich: Gips föhnen
die Gelegenheit nutze ich natürlich auch gleich um den Zustand meines Fußes zu begutachten. Fazit: Nur mehr leicht angeschwollen (im Vergleich zu Mittwoch, aber ich lagere ihn ja auch 23 Stunden am Tag hoch) und die Blutergüsse sind auch nicht mehr so arg:
Und ja, ich passe eh auf, dass es mich nicht über das Kabel im Bildhintergrund prackt...
Ich bin sehr zufrieden (im Rahmen meiner Möglichkeiten mit etwas zufrieden zu sein) aber das allerallerbeste des Tages ist das Gefühl frisch gewaschener Füße.
Fast so gut wie Sex.
Nein, besser.
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Freitag, 1. Februar 2013
Ich kann meinen Gehirnzellen beim Sterben zuhören...
...was aber auch kein Wunder ist, denn von morgens bis abends bin ich
mittlerweile in einem Stadium angekommen, an dem mich gar nichts mehr freut.
Also hänge ich mit hochgelagertem Fuß auf der Couch herum und sehe fern. Und
bin total antriebslos. Klar, jeder war schon mal krank und hat von morgens bis
abends ferngesehen. Ein paar Tage ist das ja zu ertragen, aber auf Dauer ist
das eine intellektuelle Beleidigung. Und wenn ich genau hinhöre, kann sie
wirklich sterben hören, meine Gehirnzellen. <Bloooop>. Schon wieder
eine.
Anfangs dachte ich mir noch, naja mach das Beste draus, lern endlich wieder Ungarisch, schreib das Blog von Pawäl weiter, kümmre dich um die Prozessbeschreibungen für die Firma. Was mir dazu leider aber total fehlt, ist die Motivation. Denn mit jedem Tag, an dem man morgens nicht mehr aufstehen muss, an dem es egal ist, dass man schon seit 3 Tagen nicht mehr geduscht hat (das ist so anstrengend und umständlich), an dem man überleg ob man den BH überhaupt anziehen soll oder direkt im Pyjama aufs Sofa wandert, mit jedem dieser Tage sinkt die Aussicht etwas Sinnerfüllendes zu tun und geistige Verwesung setzt ein.
Die einzige intellektuelle Herausforderung bieten mir die Krücken, wer schon mal auf Krücken gelaufen ist, weiß: jeder Transport von irgendwas irgendwohin ist unheimlich mühsam. Ich überlege schon auf der Couch BEVOR ich aufstehe und aufs Klo hüpfe, was ich aus der Küche oder dem Bad brauche, damit ich es gleich mitnehmen kann. Ich entwickle dabei auch ganz ungewohnte Transportwege: Tablett auf Boden und mit den Krücken vor mir hergeschubbst. So macht das die Logistikerin.
Bevor sie wieder in die Couchstarre fällt.
Anfangs dachte ich mir noch, naja mach das Beste draus, lern endlich wieder Ungarisch, schreib das Blog von Pawäl weiter, kümmre dich um die Prozessbeschreibungen für die Firma. Was mir dazu leider aber total fehlt, ist die Motivation. Denn mit jedem Tag, an dem man morgens nicht mehr aufstehen muss, an dem es egal ist, dass man schon seit 3 Tagen nicht mehr geduscht hat (das ist so anstrengend und umständlich), an dem man überleg ob man den BH überhaupt anziehen soll oder direkt im Pyjama aufs Sofa wandert, mit jedem dieser Tage sinkt die Aussicht etwas Sinnerfüllendes zu tun und geistige Verwesung setzt ein.
Die einzige intellektuelle Herausforderung bieten mir die Krücken, wer schon mal auf Krücken gelaufen ist, weiß: jeder Transport von irgendwas irgendwohin ist unheimlich mühsam. Ich überlege schon auf der Couch BEVOR ich aufstehe und aufs Klo hüpfe, was ich aus der Küche oder dem Bad brauche, damit ich es gleich mitnehmen kann. Ich entwickle dabei auch ganz ungewohnte Transportwege: Tablett auf Boden und mit den Krücken vor mir hergeschubbst. So macht das die Logistikerin.
Bevor sie wieder in die Couchstarre fällt.
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Donnerstag, 31. Januar 2013
und heiter geht (haha) es weiter
Meinen Erlebnisaufsatz über die NÖ Gkk habe ich am Sonntag auch an die Ombudsstelle und den Direktor der NÖGKK gesendet und schon am Mittwoch kontaktierte mich die Ombudsstelle, hat sich vielmals bei mir entschuldigt, gesagt, dass das so natürlich nicht geht und mir auch gleich meine Vorladung für diesen Mittwoch abgesagt. Na bitte. Es geht doch.
Allerding war ich ja am Mittwoch im Krankenhaus. Dort wurde ich wieder 3x geröngt und der Arzt war sich immer noch nicht sicher, was ich denn nun habe. Er entschloss sich jedoch, mich zu einem MR zu überweisen, da mein Spalt zwischen Waden und Schienbein "grenzwertig" ist.
Mittwoch nachmittag versuchte ich also einen MR Termin zu bekommen. Die mir vorgeschlagenen Termine (trotz meines Hinweises, dass es dringend ist weil es darum geht, ob ich operiert werden muss oder nicht - und mein Chrirugenfreund sagte, dass wenn, das rasch operiert werden muss) spielten sich im Zeitraum zwischen 19.02 und Ende März ab (und es war der 30.01!). Also min. 3 Wochen Wartezeit für Kassenpatienten. Heute jedoch, um 11:00 telefoniere ich mit dem Institut, das mir den 19.02 angeboten hat und erkundige mich nach Privatterminen. Was soll ich sagen, um 15:00 lag ich im MR. Mit anschließendem Arztgespräch und der Arzt wollte mir auch noch die Bilder zum Auto tragen. Was machen eigentlich Menschen, die sich die 330€ nicht leisten können?
Also, die Sache schaut nicht gut aus, ein Band komplett durchgerissen, das andere bis auf 10% auch. Das heisst dann wohl Operation. Schöne Scheisse.
Allerding war ich ja am Mittwoch im Krankenhaus. Dort wurde ich wieder 3x geröngt und der Arzt war sich immer noch nicht sicher, was ich denn nun habe. Er entschloss sich jedoch, mich zu einem MR zu überweisen, da mein Spalt zwischen Waden und Schienbein "grenzwertig" ist.
Mittwoch nachmittag versuchte ich also einen MR Termin zu bekommen. Die mir vorgeschlagenen Termine (trotz meines Hinweises, dass es dringend ist weil es darum geht, ob ich operiert werden muss oder nicht - und mein Chrirugenfreund sagte, dass wenn, das rasch operiert werden muss) spielten sich im Zeitraum zwischen 19.02 und Ende März ab (und es war der 30.01!). Also min. 3 Wochen Wartezeit für Kassenpatienten. Heute jedoch, um 11:00 telefoniere ich mit dem Institut, das mir den 19.02 angeboten hat und erkundige mich nach Privatterminen. Was soll ich sagen, um 15:00 lag ich im MR. Mit anschließendem Arztgespräch und der Arzt wollte mir auch noch die Bilder zum Auto tragen. Was machen eigentlich Menschen, die sich die 330€ nicht leisten können?
Also, die Sache schaut nicht gut aus, ein Band komplett durchgerissen, das andere bis auf 10% auch. Das heisst dann wohl Operation. Schöne Scheisse.
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Und übrigens...
Freitag, 25. Januar 2013
Was die NÖGKK unter unbürokratisch versteht...
„Sie
müssen keine weiten Strecken zurücklegen, um zu uns zu kommen. In unseren
Kundendienststellen kümmern sich Kundenberaterinnen und Kundenberater rasch und
unbürokratisch um Ihre Angelegenheiten - denn Kundennähe und Service stehen bei
uns an erster Stelle.“ So steht es auf der Homepage der Niederösterreichischen
Gebietskrankenkasse zu lesen. Ich behaupte: weder Kundennähe und Service steht
an erster Stelle der NÖGKK sondern einzig und alleine die Schikane von
Beitragszahlern.
Wie ist es sonst zu erklären, dass die NÖGKK „Servicestellen"
kein „Kunde“ direkt anrufen kann, nur über die zentrale Vermittlungsnummer
erreicht man die Stelle die man sprechen möchte. Erhält man Anrufe der NÖGKK so
wird die Nummer unterdrückt. Da könnte
doch ein mündiger Beitragszahler sonst zurückrufen, wie z.B. in der Steiermark,
wo jeder seine Zuständige Außenstellen selbst anrufen kann. Damit könnte ich ja
noch leben, dass die NÖGKK mich offenbar verarschen will, damit wahrlich nicht.
Aber um am Anfang zu beginnen: Mittwoch, auf dem Weg zur Arbeit bin ich in
meinem Heimatort am Zebrastreifen ausgerutscht und habe mir mein Sprunggelenk
verletzt. Tapfer bin ich noch mit meinem Auto 37km zur Arbeit gefahren und habe
dort aber festgestellt, dass mein Knöchel doch sehr angeschwollen ist.
Arztbesuch, Überweisung ins Krankenhaus, Röntgen, Untersuchung und dann Gips. In
einer Woche soll ich wiederkommen, dann sehen wir weiter. Die überweisende
Ärztin angerufen, ihr das mitgeteilt und dann eben Krankenstand. Mit der
Rettung heimgebracht worden und versucht, den Alltag auf zwei Krücken zu
organisieren.
Es begibt sich nun aber, dass ich übers Wochenende das
wunderschöne Niederösterreich Richtung Oberösterreich zu einem Elternbesuch
verlassen möchte und da ich mich in diesen Dingen nicht auskenne, rufe ich –na klar
- beim Servicecenter an – dieses zentrale Nummer eben. Dort erklärt mir eine
wirklich nette Dame, dass ich zum Arzt gehen muss, dieser einen „Antrag auf
Domizilwechsel“ stellen muss, ich diesen Antrag der zuständigen Außenstelle der
NÖGKK mit dem Hinweis senden soll, dass es dringend ist, dass sie mich anrufen sollen,
weil ich ja schon dieses Wochenende weg will. In der Steiermark ist alles was
man meines Wissens nach dafür tun muss, bei seiner zuständigen Außenstelle
anzurufen und die sagen dann ja oder nein. Soweit so gut, Niederösterreich ist
anders, ich erledige alles am Donnerstag, formuliere noch ein nettes Mail und schicke
den ganzen Kram per Email an die „Servicestelle“.
Freitagmorgen 7:00: Unbekannte Nummer ruft an. Gut, ich gebe zu, ich habe noch geschlafen,
aber ich bin ja auch im Krankenstand. Eine durchaus als unfreundlich zu
bezeichnende weibliche Stimme teilt mir mit, dass bei meinem Antrag die zweite
Seite fehlt. Ich erkläre, der Arzt hätte mir das Formular so gegeben (kann man
ja auch nicht auf der Homepage runterladen). Das nützt mir aber nichts, ich
müsse mit meiner Krankmeldung bei der „Servicestelle“ vorbekommen. Ich erkläre, dass ich diese noch gar nicht
hätte, weil ich mich ja telefonisch beim Arzt krankgemeldet habe. Sie bellt
mich an, dass das schon mal überhaupt nicht geht, denn man kann sich beim Arzt
nicht telefonisch krank melden. Hätte ich die Rettung bitten sollen, mich noch
kurz beim vom Krankenhaus 15km entfernten Arzt vorbeizufahren, bevor sie mich
und meinen Gips bis zum Knie dann wieder 37km in die andere Richtung nach Hause
fahren? Ernsthaft? Gut, dann soll ich also die Ambulanzkarte mitbringen. Aber
anzutanzen hätte ich.
Um 7:30, ich bin
mittlerweile halbwegs munter und habe den ersten Kaffee intus denke ich mir als
unbedarfte Höchstbeitragszahlerin also: Nun ja, wenn da nur die 2. Seite fehlt,
dann könnten die mir das doch einfach per Email schicken, ich füll das aus und maile
es ihnen gemeinsam mit der Ambulanzkarte zurück. Kann doch nicht so schwierig
sein, die von der zentralen Telefonnummer sagte ja auch, dass das alles auch
per Email geht. Ich rufe also bei der zentralen Telefonnummer an, werde an die
zuständige Person in meiner zuständigen NÖGKK Stelle weiterverbunden. Versuche
lieb und nett anzufragen: „ Könnten sie mir…“ Werde aber jäh mit einem
kategorischen „Nein“ unterbrochen. „Aha und warum nicht?“ „weil der
Kontrollarzt das bestätigen muss“. Ich
muss also wirklich hinfahren. Draußen schneit es schon seit morgens – jeder der
schon mal mit Krücken unterwegs war, weiß dass das wahrlich kein Spaß ist.
09:30 Ankunft NÖGKK Mödling. Ich kämpfe mich ins
Servicecenter. Stelle mich artig an, frage, wo ich hin muss: „Das macht der
Kontrollarzt, die Stiegen runter und dann links“ „Wie? Die Stiegen runter?“ „Die
Stiegen runter und dann links“ Erst auf mein Nachfragen, ob das ihr Ernst ist,
teilt die Dame mir mit, dass es einen Lift gibt.
Im Kellergeschoss: Hier residiert also der Mann, der über
meine Wochenendgestaltung entscheidet. Eine Anmeldung gibt es hier nicht.
Lediglich etliche Hinweisschilder: „Ihre Unterlagen werden laufend persönlich
entgegen genommen.“ „Bitte nicht klopfen! Danke für ihr Verständnis.“ „Bitte
aus hygienischen Gründen das Händeschütteln vermeiden.“ Das „Bitte nicht
eintreten“ Schild leuchtet ohne Unterbrechung.
Ja, da komme ich mir doch gleich wie ein
sehr willkommener Kunde vor. Ab und an kommt eine Dame aus einer der drei, vom
Warteraum aus nicht zu öffnenden Türen heraus und sammelt im Haufen an Menschen
der sich vor einer gelben Linie gebildet hat alle Zettel ein. Netterweise gibt
ein Mann meine Zettel mit ab, damit ich nicht durch den Raum hüpfen muss und es
mir erspart bleibt, im Gerangel um die besten Abgabeplätze mitzumachen.
Die Dame erinnert sich offensichtlich an meinen Namen, denn
sie sagt zu mir: „da bringe ich gleich die zweite Seite heraus“. Ich bin schon
mächtig gespannt, was denn auf dieser ominösen zweiten Seite, die beim Formular
meines Arztes nicht vorhanden ist, wichtiges draufstehen würde was meinen
Vormittagsausflug rechtfertigen wird. Während ich warte habe ich Zeit ein
Plakat zu studieren, das mich über meine Pflichten im Krankenstand aufklärt.
Bei einem Ortswechsel innerhalb von Niederösterreich muss ich das der NÖGKK lediglich
melden, entferne ich mich aus NÖ, muss die GKK das genehmigen. Das muss mir mal jemand erklären, oder ist die
Gesundheitsversorgung in anderen Bundesländern so viel schlechter? Kann ich
also mit meinem Gipsbein locker flockig, sagen wir eine Woche Thermenurlaub in
Linsberg verbringen, meine Eltern zu besuchen, muss ich mir aber genehmigen
lassen. Ernsthaft?
Zurück zu meiner vermissten zweiten Seite des Antrags. Es
dauert ewig bis meine Neugier gestillt wird und doch bin ich etwas fassungslos:
auf der zweiten Seite muss ich eintragen: Datum und Unterschrift. Na bumm, das
war’s oder wie? Ich rede mir ein: Aber immerhin sagte die Dame, der
Kontrollarzt muss den Domizilwechsel eintragen. Wahrscheinlich will er mich
sehen, ob ich eine Tachiniererin bin, mir zum Spaß einen Gips verpassen lasse
nur um die Sozialversicherung auszunutzen und dann auf Kosten anderer
Beitragszahler mir einen schönen Lenz mache. Vielleicht tue ich der NÖGKK aber
auch Unrecht und sie ist einfach nur sehr fürsorglich und will meiner
Gesundheit zuliebe schauen, ob ich die 2,5 stündige Autofahrt wohl überstehen
werde. Ich warte also weiter.
Es dauert. Irgendwann kommt die Dame wieder durch eine der
Türen und gibt mir meine Ambulanzkarte zurück. Auf der steht mit grünem Stift
geschrieben: „Domizilwechsel 25.01-27.01 bew.“ Wie, das war’s jetzt? Im Ernst? Dafür
tut mir jetzt alles weh vom vielen Herumhüpfen im Schnee? Dafür zahl ich das
Taxi hin und zurück? Das wär ehrlich nicht per Email gegangen?
Freitag, 4. Januar 2013
Ausmisten, ausmisten
Heute war ich wirklich fleißig! Ich hab den kompletten Kleiderschank ausgeräumt. gewischt, entrümpelt und wieder eingeräumt.
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Bei mir daheim,
Und übrigens...
Samstag, 8. September 2012
Mauthausen Außenlager Begleitungen
Das Konzentrationslager Mauthausen war
nicht nur an einem Ort in Oberösterreich – das KZ Mauthausen war mit seinen
Außenlagern in nahezu ganz Österreich präsent. Das Mauthausen Komitee
Österreich bietet erstmals nun auch Begleitungen zu diesen Außenlagern an – für
Schulen, aber auch für Jugendgruppen. Meine Schwestern, eine Freundin und ich haben eine Begleitung im
ehemaligen KZ-Hinterbrühl miterlebt.
Unscheinbar und doch nicht zu übersehen steht an der Einfahrt in die Hinterbrühl ein hölzernes Hinweisschild „KZ-Gedenkstätte“. Dort treffen wir uns mit unserem Guide Stephan an einem wunderschönen, sonnigen Tag Ende April. Er hat seine beiden Kinder mitgebracht, die schon am Platz spielen, während wir uns noch umsehen. Groß ist die Gedenkstätte ja nicht und besonders gepflegt sieht sie auch nicht aus, stellen wir fest.
Stephan erzählt uns zuerst über das System
Konzentrationslager. Wir erfahren, dass es zunächst nur ein Konzentrationslager
der Kategorie 3 – „Vernichtung durch Arbeit“ – gab und das war Mauthausen. Samt
all seiner mehr als 40 Unterlager und deren Subkommandos wie Hinterbrühl. Die Hinterbrühler
Häftlinge mussten täglich in der Seegrotte, die als unterirdische Fabrik für
den Flugzeugbau genutzt wurde, schwerste körperliche Arbeit leisten. Zur
„Arbeit“ gingen sie zu Fuß und erreichten über den Förderschacht und einen
vertikalen Abstieg ihren „Arbeitsplatz“.
Wie das Lager selbst aussah, welche
Ausdehnung es hatte, weiß man heute nicht mehr genau. Mit Sicherheit war es
aber wesentlich größer als das heutige ca. 1000 m² große Grundstück der
Gedenkstätte, da bis zu 1.800 Menschen hier gefangen gehalten wurden. Wir versuchen
uns an diesem wunderschönen Nachmittag vorzustellen, welche Leiden die
Häftlinge erlebt haben müssen. Alle Nachbargrundstücke sind bebaut. Links und
rechts und oben. Überall schicke Einfamilienhäuser inklusive Familienidyll mit
Pool. Fragen drängen sich uns auf: Wie gehen die Menschen, die dort leben damit
um? Wie würde ich damit umgehen an einem solchen Platz zu leben? Ist dieser grausame
Teil der Geschichte Thema im Ort?
Offenbar war es lange Zeit gar kein Thema,
denn die Installation dieses Platzes der Erinnerung und des Gedenkens geht auf
eine Schulklasse aus Baden zurück, die mit ihrem engagierten Geschichtslehrer
Mitte der 1980er Jahre den Anstoß zur Errichtung der Gedenkstätte gab. Es ist dem Engagement des verstorbenen Hinterbrühler
Pfarrers Franz Jantsch zu verdanken, dass es diesen Platz der Erinnerung
überhaupt gibt. Wir fragen uns, wie es
denn sein kann, dass sich anscheinend niemand wirklich um diesen Platz kümmert.
Unser Guide Stephan fragt uns, wie wir den Platz wahrnehmen. „Verwahrlost“ „ungepflegt“
„christlich inspiriert“ sind nur einige Gedanken, die uns in den Sinn kommen.
Erschütternd zusammengewürfelt wirkt es ohne Erklärung.
Vier Holzkreuze, zwei Gedenktafeln, ein vertrockneter Rosenbund davor, zwei Grabkerzen, ein Holzmarterl, ein spitzer Stein.
Das was wir für eine zufällig dort abgestellte Viehtränke halten, war das „Badezimmer“ der Gefangenen.
Eine einfache, graue, kreisrund betonierte Waschstelle, an der es in den Baracken kaltes Wasser zur Körperpflege gab. Wir stehen im Kreis um diese Waschstelle. Wie es die Häftlinge damals es wahrscheinlich auch taten und wir können doch nicht ihre Gedanken und Gefühle, ihre Ängste und Hoffnungen auch nur ansatzweise nachvollziehen. Aber wir können versuchen hinzuhören, zu lauschen was uns die Geschichte in all ihren Einzelschicksalen lehrt. Wir können versuchen zu verstehen. Wir können vorleben. Uns bewusst werden. Etwas tun. Wir können uns und andere daran erinnern und nicht vergessen.
Vier Holzkreuze, zwei Gedenktafeln, ein vertrockneter Rosenbund davor, zwei Grabkerzen, ein Holzmarterl, ein spitzer Stein.
Das was wir für eine zufällig dort abgestellte Viehtränke halten, war das „Badezimmer“ der Gefangenen.
Eine einfache, graue, kreisrund betonierte Waschstelle, an der es in den Baracken kaltes Wasser zur Körperpflege gab. Wir stehen im Kreis um diese Waschstelle. Wie es die Häftlinge damals es wahrscheinlich auch taten und wir können doch nicht ihre Gedanken und Gefühle, ihre Ängste und Hoffnungen auch nur ansatzweise nachvollziehen. Aber wir können versuchen hinzuhören, zu lauschen was uns die Geschichte in all ihren Einzelschicksalen lehrt. Wir können versuchen zu verstehen. Wir können vorleben. Uns bewusst werden. Etwas tun. Wir können uns und andere daran erinnern und nicht vergessen.
Auf der Gedenkstätte liegen 2 riesige Steine.
Es sind Felsen im Fluss des Vergessens, die nicht weggeschwemmt werden können.
(Dieser Artikel ist in leicht gekürzter Version in der Sommerausgabe 2012 der PPÖ Briefs erschienen)
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Info:
Begleitung Außenlager für Jugendgruppen und
Schulen (kostenlos):
bzw. direkte Anmeldung unter http://www.mauthausen-guides.at/anmeldung-begleitung-aussenlager
Nach der Anmeldung erhaltet Ihr einen
persönlichen Zugang auf www.mkoe.at mit vielen Methodenangeboten zur Vor- und
Nachbereitung, das Mauthausen Komitee Österreich bietet aber auch die Vor- und
Nachbereitung an. Für einen Besuch eines solchen Ortes von Jugendlichen sollten
diese unbedingt durchgeführt werden!
Freitag, 7. September 2012
Dubliners @ Metropol @ Now
Traditionell (naja ok, zum 2. mal) laden wir 2 Schwestern unsere beste Dritte zum Geburtstag zum Dubliners Konzert im Metropol ein um den Prosecco Sisters den Horizont mit Guiness zu erweitern und eine gute Zeit zu haben.
Barney wartet nun auf uns in Fiddeler's Green...
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In den Ohren,
In der Küche,
Und übrigens...
Dienstag, 28. August 2012
HC Straches Facebookfreunde
Nur um es für die Nachwelt festzuhalten.... Im Internet verschwindet glücklicherweise ja nichts... und es ist einfach zu köstlich darauf zu verzichten...
Bei den Sommergesprächen 2012 im ORF mit Heinz Christian Strache, moderiert von Armin Wolf wurde der Gast mittels eines filmischen Portraits vorgestellt.
Darin tätigte seine Tante, Brigitte Schindl folgende Aussage: "Und politisch, ich glaub wenn man die Pfadfinder anschaut, da sind oft schlimmere Spiele im Wald gespielt worden."
Tags darauf veröffentlichten die PPÖ (Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs) eine Pressemitteilung (Link).
Heinz-Christian Strache verlinkte auf seiner Facebook Seite zur Onlineausgabe heute.at, die darüber berichtet hatten, mit dem Kommentar "Absurdistan lässt grüßen"
Selbstverständlich folgten eine Menge "Subba Strache, böse Linke" postings darunter auch zwei ganz interessante Damen, die wirklich sehr einer Meinung zu sein scheinen: Bettina Haidinger und Christina Maria Windisch - und das Ganze gleich so auffällig potschat, dass es sogar auf einer Bildschirmseite Platz hat...
Aber wir wissen ja alle...
<zitat heinz christian strache facebook 28.08.2012> "....auf meiner Homepage wurde nicht von mir, sondern von meinen Mitarbeitern verfasst. Ohne mein Wissen wurden dabei sechs Sätze aus einer anderen Besprechung über dieses Buch übernommen. Meine Mitarbeiter hatten offenbar Angst davor, mir diesbezüglich die Wahrheit zu sagen und haben mich nicht vollständig informiert. Dadurch kam dieses Missverständnis zustande." </zitat>
So wird's wohl auch hier gewesen sein...
Bei den Sommergesprächen 2012 im ORF mit Heinz Christian Strache, moderiert von Armin Wolf wurde der Gast mittels eines filmischen Portraits vorgestellt.
Darin tätigte seine Tante, Brigitte Schindl folgende Aussage: "Und politisch, ich glaub wenn man die Pfadfinder anschaut, da sind oft schlimmere Spiele im Wald gespielt worden."
Tags darauf veröffentlichten die PPÖ (Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs) eine Pressemitteilung (Link).
Heinz-Christian Strache verlinkte auf seiner Facebook Seite zur Onlineausgabe heute.at, die darüber berichtet hatten, mit dem Kommentar "Absurdistan lässt grüßen"
Selbstverständlich folgten eine Menge "Subba Strache, böse Linke" postings darunter auch zwei ganz interessante Damen, die wirklich sehr einer Meinung zu sein scheinen: Bettina Haidinger und Christina Maria Windisch - und das Ganze gleich so auffällig potschat, dass es sogar auf einer Bildschirmseite Platz hat...
Aber wir wissen ja alle...
<zitat heinz christian strache facebook 28.08.2012> "....auf meiner Homepage wurde nicht von mir, sondern von meinen Mitarbeitern verfasst. Ohne mein Wissen wurden dabei sechs Sätze aus einer anderen Besprechung über dieses Buch übernommen. Meine Mitarbeiter hatten offenbar Angst davor, mir diesbezüglich die Wahrheit zu sagen und haben mich nicht vollständig informiert. Dadurch kam dieses Missverständnis zustande." </zitat>
So wird's wohl auch hier gewesen sein...
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Montag, 13. August 2012
Bloss keine Langeweile!
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Sonntag, 12. August 2012
Forced to creativity
Nachdem der Stepanek meinen vorletzten Blogeintrag gelesen hat, was anscheinend irgendwann am Freitag Abend stattgefunden hat, bin ich gestern, also samstags (!) um 08:00 (!!) morgens (!!!) mit den Worten geweckt worden: "Los, wir fahren jetzt zum Ikea."
Meine Antwort kommt prompt: "Ohne Kaffee sicher nicht!"
Grummeln und umdrehen. Mal schauen, ob es was hilft.
Zwei Sekunden später knallt offensichtlich eine Kaffeetasse auf mein Nachtkasterl.
Oooookeeee, wenn's denn sein muss.....
Ich torkel ins Bad, bin nur mäßig begeistert über mein Spiegelbild und male mir in Gottes Namen ein Gesicht ins Gesicht. Also schminke mich halt. Finde danach aber, ich schau damit weder ausgeschlafener noch motivierter aus. Die Chancen also jemanden zu treffen, den ich sicher in diesem Zustand nicht treffen möchte (irgendwelche Menschen aus der Arbeit, irgendwelche Freunde von Stepanek, ...) erhöhen sich also um ein Vielfaches.
Egal. Gegen 09:15 (!!!) morgens (!!) an einem Samstag (!) hat er mich also aus dem Haus und in mein Auto bugsiert.
In trauter Müdigkeit starre ich aus dem Fenster.
"Und dann gehen wir einkaufen!" tönt er zu mir herüber.
"Was, wir gehen einkaufen? Wir gehen E-I-N-K-A-U-F-E-N, so Lebensmittel und so???"
Nicken.
"Aber ich war doch braaaav!"
Ich werde des langen und breiten darüber aufgeklärt, dass ich wegen meines Blogeintrags gefälligst ordentlich zu büßen hätte und er bitteschön sehr wohl sich für die Optik unserer (jajaja seiner) Wohnung etwas beiträgt.
Morgens ist mit mir leider leicht zu diskutieren, vor allem wenn man mir vorher koffeinfreien (!!!!!) Kaffee einflößt.
Die Welt erscheint mir nicht mehr wert zu sein, darin zu leben.
Es ist eigentlich gar nicht so schlimm beim Ikea. Denke ich noch, bevor ich dazu gezwungen werde, jetzt sofort einen Stoff für die Vorhänge im Schlafzimmer auszusuchen. Total ohne Vorbereitung, total ohne mir vorher Gedanken gemacht zu haben. Hilfe! Ich weiß doch gar nicht was ich will!
Irgendwie schaffe ich es doch mich für eine braun-beige Farbkombi zu entscheiden, sehe mich schon in meinem tollen neuen Schlafzimmer, ganz Audrey Hepburn mäßig, morgens frisch und erholt aus dem Bett springen, mich in schicke Klamotten zu werfen und... Leider erinnert mich dieser motivierende Gedanke an die geschätzen 300 Kilo Bügelwäsche, die im Arbeitszimmer auf mich warten. Stimmung dahin. Stimmung sinkt noch mehr, als wir mit den ausgewählen Vorhängen durch Smallland wanden oder wie diese kunterbunte-Kinder-Welt bei Ikea heißt und das für mich schon daran zu erkennen ist, dass das Gebrülle der Brut anderer Menschen exponential zunimmt.
Augen zu und durch.
Wie durch ein Wunder schaffen wir es zu Kasse, haben auf dem Weg noch 15 Kilo Kerzen eingepackt (Kerzen gehen beim Ikea immer), den gewünschten Billy als Schuhschrank-Extension gefunden und aufgeladen und schon sind wir vom Ikea draußen.
Ich habe Hunger. Klar, ich hatte ja auch kein Frühstück.
Des lieben Friedens willens mache ich ein Angebot: "Hey, wir könnten Sushi essen gehen". Stepanek liebt Sushi essen gehen, ich geh immer nur mit Arbeitskollegen, weil ich schlechte Erfahrungen mit der Stepanek-Sushi Kombination gemacht habe. Heisst, mittags schaufelt er 2 Stunden hinein, während ich einestundefünfundvierzig danebensitze, weil ich schon satt bin und mich langweile. Muss ich nicht haben, danke.
Es ist aber erst halb 11, da kann man noch nicht Sushi essen gehen.
Immerhin hat mein vieles Sudern endlich Gehör gefunden und ich werde zu einem Latte eingeladen. Ich sürze ihn quasi hinunter und dann ist es soweit.
Ich. Muss. Einkaufen. Gehen. Zum Merkur. Ehrlich, ich habe wirklich nicht's gegen's shoppen, das mach ich schon mal gerne und mit Begeisterung, so wie vorgestern mit der Erbslichen, aber einkaufen? Lebensmittel? Mir gruselts.
Zu meiner Stimmung passend beginnt es zu regnen, als wir aus dem Auto am Merkurparkplatz aussteigen. Ich habe "Come e triste Venezia" im Kopf und singe es vor mich hin.
Wir betreten den Merkur und instinktiv kralle ich mich schutzsuchend am Stepanekschen T-Shirt fest. Er findet es albern, dass eine Karrierefrau, wie ich von so einer profanen Aktivität total überfordert ist. Ich lasse das T-Shirt los, weil es mir schon ein bissal peinlich ist. Ich erhalte den Auftrag Tomaten zu besorgen. Nur wo?! Und Brot: Du meine Güte, die verlangen wirklich 3,30€ für 400g Brot? Wo sind wir hier?
Wir diskutieren das Wochenendmenü. Fisch und irgendwas mit Huhn. An der Selbstbedienungstheke finden wir keinen Fisch den meinen ökologischen Ansprüchen genügt, also gleitet mich der Stepanek zur Frisch-Fisch-Theke. Und dort darf ich ganz alleine bestellen. Und ich muss sagen, ich mache das souverän.
Wir gehen zur Kasse und meine Stimmung hebt sich. Laut diskutiere ich mit Stepanek darüber, wie wir denn jetzt den Einkauf finanztechnisch aufteilen, da ich ja beim Ikea um 20 Euro mehr bezahlt habe als er, ich kenne also keine Hemmungen mehr. Die Kassiererin ist so gut gelaunt wie alle Kassiererinnen hier in der Gegend, also gar nicht. Sie grüßt nicht, sie bellt uns nur die Summe entgegen. Dafür hat sie ein Piercing und ich nicht.
Juhu, heraus aus dem Laden! Das Leben ist schööööön, ich könnte die Welt umarmen.
Daheim mache ich mich gleich daran, die Lebensmittel zu verstauen, reinige nebenbei auch noch gleich den Kühlschrank und verkrieche mich brütend mit den neuen Vorhängen ins Wohnzimmer um diese zu kürzen. Der Stepanek montiert inzwischen die Vorhangstange (es lebe die Rollenverteilung).
Vorhang in seiner ursprünglichen Länge aufgehängt.
Abgemessen wie lange der sein muß und am Vorhang markiert.
Vorhang seitlich eingeschnitten und einen Faden als Markierung herausgzogen. Im Fadenverlauf abgeschnitten. Das selbe mit dem anderen Teil.
Sicherheitshalber schau ich mal nach, ob das eh gerade ist.
Erkenntnis: Den Ikeanäherinnen scheint es wohl total egal zu sein, ob etwas im Fadenverlauf ist oder nicht, das wird einfach irgendwie geschnitten. Mit dem Effekt, dass jetzt ein Ende des Vorhangs bis auf den Boden reicht und die andere Seite desselben Teils 15 cm über dem Boden baumelt. Großartig.
Wirklich großartig.
Also Vorhang so gekürzt, dass er gerade ist, wenn er hängt, und aus dem abgeschnittenen Rest ein Unterteil gebastelt. Und dieses Unterteil dann an den Oberteil angenäht. Damit es aber nicht so blöd ausschaut, bastel ich einfach noch eine Paspel hinein.
Der Braune ging leichter, der war mehr gerade.
Ja, also der langer Rede kurzer Sinn, es schaut jetzt auch in meinem Schlafzimmer so aus, als würde ich bei Ikea wohnen:
Meine Antwort kommt prompt: "Ohne Kaffee sicher nicht!"
Grummeln und umdrehen. Mal schauen, ob es was hilft.
Zwei Sekunden später knallt offensichtlich eine Kaffeetasse auf mein Nachtkasterl.
Oooookeeee, wenn's denn sein muss.....
Ich torkel ins Bad, bin nur mäßig begeistert über mein Spiegelbild und male mir in Gottes Namen ein Gesicht ins Gesicht. Also schminke mich halt. Finde danach aber, ich schau damit weder ausgeschlafener noch motivierter aus. Die Chancen also jemanden zu treffen, den ich sicher in diesem Zustand nicht treffen möchte (irgendwelche Menschen aus der Arbeit, irgendwelche Freunde von Stepanek, ...) erhöhen sich also um ein Vielfaches.
Egal. Gegen 09:15 (!!!) morgens (!!) an einem Samstag (!) hat er mich also aus dem Haus und in mein Auto bugsiert.
In trauter Müdigkeit starre ich aus dem Fenster.
"Und dann gehen wir einkaufen!" tönt er zu mir herüber.
"Was, wir gehen einkaufen? Wir gehen E-I-N-K-A-U-F-E-N, so Lebensmittel und so???"
Nicken.
"Aber ich war doch braaaav!"
Ich werde des langen und breiten darüber aufgeklärt, dass ich wegen meines Blogeintrags gefälligst ordentlich zu büßen hätte und er bitteschön sehr wohl sich für die Optik unserer (jajaja seiner) Wohnung etwas beiträgt.
Morgens ist mit mir leider leicht zu diskutieren, vor allem wenn man mir vorher koffeinfreien (!!!!!) Kaffee einflößt.
Die Welt erscheint mir nicht mehr wert zu sein, darin zu leben.
Es ist eigentlich gar nicht so schlimm beim Ikea. Denke ich noch, bevor ich dazu gezwungen werde, jetzt sofort einen Stoff für die Vorhänge im Schlafzimmer auszusuchen. Total ohne Vorbereitung, total ohne mir vorher Gedanken gemacht zu haben. Hilfe! Ich weiß doch gar nicht was ich will!
Irgendwie schaffe ich es doch mich für eine braun-beige Farbkombi zu entscheiden, sehe mich schon in meinem tollen neuen Schlafzimmer, ganz Audrey Hepburn mäßig, morgens frisch und erholt aus dem Bett springen, mich in schicke Klamotten zu werfen und... Leider erinnert mich dieser motivierende Gedanke an die geschätzen 300 Kilo Bügelwäsche, die im Arbeitszimmer auf mich warten. Stimmung dahin. Stimmung sinkt noch mehr, als wir mit den ausgewählen Vorhängen durch Smallland wanden oder wie diese kunterbunte-Kinder-Welt bei Ikea heißt und das für mich schon daran zu erkennen ist, dass das Gebrülle der Brut anderer Menschen exponential zunimmt.
Augen zu und durch.
Wie durch ein Wunder schaffen wir es zu Kasse, haben auf dem Weg noch 15 Kilo Kerzen eingepackt (Kerzen gehen beim Ikea immer), den gewünschten Billy als Schuhschrank-Extension gefunden und aufgeladen und schon sind wir vom Ikea draußen.
Ich habe Hunger. Klar, ich hatte ja auch kein Frühstück.
Des lieben Friedens willens mache ich ein Angebot: "Hey, wir könnten Sushi essen gehen". Stepanek liebt Sushi essen gehen, ich geh immer nur mit Arbeitskollegen, weil ich schlechte Erfahrungen mit der Stepanek-Sushi Kombination gemacht habe. Heisst, mittags schaufelt er 2 Stunden hinein, während ich einestundefünfundvierzig danebensitze, weil ich schon satt bin und mich langweile. Muss ich nicht haben, danke.
Es ist aber erst halb 11, da kann man noch nicht Sushi essen gehen.
Immerhin hat mein vieles Sudern endlich Gehör gefunden und ich werde zu einem Latte eingeladen. Ich sürze ihn quasi hinunter und dann ist es soweit.
Ich. Muss. Einkaufen. Gehen. Zum Merkur. Ehrlich, ich habe wirklich nicht's gegen's shoppen, das mach ich schon mal gerne und mit Begeisterung, so wie vorgestern mit der Erbslichen, aber einkaufen? Lebensmittel? Mir gruselts.
Zu meiner Stimmung passend beginnt es zu regnen, als wir aus dem Auto am Merkurparkplatz aussteigen. Ich habe "Come e triste Venezia" im Kopf und singe es vor mich hin.
Wir betreten den Merkur und instinktiv kralle ich mich schutzsuchend am Stepanekschen T-Shirt fest. Er findet es albern, dass eine Karrierefrau, wie ich von so einer profanen Aktivität total überfordert ist. Ich lasse das T-Shirt los, weil es mir schon ein bissal peinlich ist. Ich erhalte den Auftrag Tomaten zu besorgen. Nur wo?! Und Brot: Du meine Güte, die verlangen wirklich 3,30€ für 400g Brot? Wo sind wir hier?
Wir diskutieren das Wochenendmenü. Fisch und irgendwas mit Huhn. An der Selbstbedienungstheke finden wir keinen Fisch den meinen ökologischen Ansprüchen genügt, also gleitet mich der Stepanek zur Frisch-Fisch-Theke. Und dort darf ich ganz alleine bestellen. Und ich muss sagen, ich mache das souverän.
Wir gehen zur Kasse und meine Stimmung hebt sich. Laut diskutiere ich mit Stepanek darüber, wie wir denn jetzt den Einkauf finanztechnisch aufteilen, da ich ja beim Ikea um 20 Euro mehr bezahlt habe als er, ich kenne also keine Hemmungen mehr. Die Kassiererin ist so gut gelaunt wie alle Kassiererinnen hier in der Gegend, also gar nicht. Sie grüßt nicht, sie bellt uns nur die Summe entgegen. Dafür hat sie ein Piercing und ich nicht.
Juhu, heraus aus dem Laden! Das Leben ist schööööön, ich könnte die Welt umarmen.
Daheim mache ich mich gleich daran, die Lebensmittel zu verstauen, reinige nebenbei auch noch gleich den Kühlschrank und verkrieche mich brütend mit den neuen Vorhängen ins Wohnzimmer um diese zu kürzen. Der Stepanek montiert inzwischen die Vorhangstange (es lebe die Rollenverteilung).
Vorhang in seiner ursprünglichen Länge aufgehängt.
Abgemessen wie lange der sein muß und am Vorhang markiert.
Vorhang seitlich eingeschnitten und einen Faden als Markierung herausgzogen. Im Fadenverlauf abgeschnitten. Das selbe mit dem anderen Teil.
Sicherheitshalber schau ich mal nach, ob das eh gerade ist.
Erkenntnis: Den Ikeanäherinnen scheint es wohl total egal zu sein, ob etwas im Fadenverlauf ist oder nicht, das wird einfach irgendwie geschnitten. Mit dem Effekt, dass jetzt ein Ende des Vorhangs bis auf den Boden reicht und die andere Seite desselben Teils 15 cm über dem Boden baumelt. Großartig.
Wirklich großartig.
Also Vorhang so gekürzt, dass er gerade ist, wenn er hängt, und aus dem abgeschnittenen Rest ein Unterteil gebastelt. Und dieses Unterteil dann an den Oberteil angenäht. Damit es aber nicht so blöd ausschaut, bastel ich einfach noch eine Paspel hinein.
Der Braune ging leichter, der war mehr gerade.
Ja, also der langer Rede kurzer Sinn, es schaut jetzt auch in meinem Schlafzimmer so aus, als würde ich bei Ikea wohnen:
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Bei mir daheim,
Und übrigens...
Freitag, 10. August 2012
Ich elende Karriereschlampe!
Umfrage, Spectra, 1000 Menschen über 15, 2012.
Willkommen in den 1950ern!
50% der Frauen sind der Meinung, dass sich der Mann um das Geldverdienen sorgen soll und die Frauen sich um Haus und Kind kümmern sollen.
55% der Frauen finden, dass Frauen NUR im Aufbau von Partnerschaften/Familie finden.
Lediglich kanpp über 60% der Männer HÄTTEN mit einer Frau als Vorgesetzte kein Problem. (hätten trifft es super, ich freue mich wenn da mal steht HABEN mit ihrer Vorgesetzten...)
IMMERHIN: ein eigener Beruf ist für Frauen das beste Mittel zur Unabhängigkeit, meinen zumindest 80% der Frauen. Erschreckend, dass 20% das nicht so sehen.
"Befragt nach den eigenen Tätigkeiten im Haushalt entsprechen die Antworten den klassischen Rollenbildern: Frauen sind u.a. für alltägliche Hausarbeiten, Kochen, Wohnraumgestaltung, Lebensmittel- und Kleidungskauf sowie für die Betreuung der Kinder hauptverantwortlich." [Zitat standard.at]
Na mal schauen wie das bei uns ausschaut...
Ich bin hauptverantwortlich für:
alltägliche Hausarbeiten -- NEIN
Kochen -- NEIN
Wohnraumgestaltung -- JA (der Stepanek kann das halt nicht so gut)
Lebensmittelkauf -- NEIN
Kleidungskauf -- JA, MEINE Kleidung
Betreuung der Kinder--aus Ermangelung einer Brut -- WEDER MNOCH
Ich elende Karriereschlampe ich!
weiterlesen: http://diestandard.at/1343744484113/Rollenbilder-Ambivalenzen-und-Einigkeiten
weiterlesen: http://diepresse.com/home/panorama/1277230/Frauen-finden-Gefallen-an-klassischen-Rollenbildern?_vl_backlink=/home/index.do
Donnerstag, 9. August 2012
Suche... Biete...
Manche Postkartensprüche sind ja doch ziemlich genial...
Suche: Wahre Liebe
Biete: Nichts als Ärger
Suche: Wahre Liebe
Biete: Nichts als Ärger
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Und übrigens...
Mittwoch, 11. Juli 2012
Memo an mich...
Du weisst,
dass du die falschen Schuhe trägst,
wenn dir morgens schon auf dem Weg zum Auto die Füße wehtun
Donnerstag, 28. Juni 2012
Österreicher und Deutsche
Heute abend ist Finale (oder Halbfinale oder sowas) von irgendeinem Fussballding (EM? WM? Bezirksmeisterschaft oder ähnliches halt - also eigentlich wurscht) und schon des morgens höre ich beim Aufstehen im Radio das Kommentar eines ehemaligen österreichischen Fußballspieles: "Ich hoffe, dass die Italiener gewinnen, aber ich fürchte die Deutschen werden gewinnen" und das eines Passanten auf der Straße: "Egal wer gewinnt, hauptsache nicht die Deutschen". Und eigentlich geht das seit Tagen, ach was sag ich Wochen, Monaten so. Und ich finde das ist ein gewaltiges geistiges Armutszeugnis. Welche Kleingeister leben eigentlich in diesem Land. Geht der Horizont nicht über ein Alpental hinaus? Ist das Quellwasser zu kalt, dass das Hirn eingefroren ist? Hat das Land einen permanenten Zuckerschock wegen zu viel Apfelstrudel? Oder was ist sonst der Grund für derart chauvinistisches Gehabe?
Weil es so schön passt möchte ich Euch eine wahre Geschichte erzählen, die sich wahrscheinlich nicht so zugetragen hätte, würden die handelnen Personen Österreicher gewesen sein:
Der Stepanek und ich sitzen unlängst im Flugzeug von Dublin nach Frankfurt. Hinter uns drei Damen aus Schwaben, die mit ihren Männern ebenfalls von einem Urlaub zurückkommen. Sie diskutieren heiß darüber, ob sie in Frankfurt bei der Einreise einen Pass vorzeigen müssen. Längeres hin und her. Auf einmal sagt eine von ihnen: "Warum sollten wir einen Pass herzeigen müssen, wir waren doch nicht im Ausland. Wir waren doch nur in Europa"
Chapeau. Von denen könnten so manche hier noch was lernen...
Weil es so schön passt möchte ich Euch eine wahre Geschichte erzählen, die sich wahrscheinlich nicht so zugetragen hätte, würden die handelnen Personen Österreicher gewesen sein:
Der Stepanek und ich sitzen unlängst im Flugzeug von Dublin nach Frankfurt. Hinter uns drei Damen aus Schwaben, die mit ihren Männern ebenfalls von einem Urlaub zurückkommen. Sie diskutieren heiß darüber, ob sie in Frankfurt bei der Einreise einen Pass vorzeigen müssen. Längeres hin und her. Auf einmal sagt eine von ihnen: "Warum sollten wir einen Pass herzeigen müssen, wir waren doch nicht im Ausland. Wir waren doch nur in Europa"
Chapeau. Von denen könnten so manche hier noch was lernen...
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In der weiten Welt,
Und übrigens...
Freitag, 6. Januar 2012
Achtung! Dieser Mann betrügt seine Frau!
Was musste ich da feststellen? Ich bin total geschockt!
Dieser Mann, er heisst Robert,
Der Mann hat doch schon eine glückliche Familie. (siehe nachfolgendes, heimlich mitgefilmtes Dokument der Tragödie mit einem ekelhaften Fotobucheinband im Vordergrund):
Gut, die Körperpflege scheint etwas unwichtig geworden zu sein im Laufe der lange Ehe, aber ist das denn wirklich ein Grund? Es liegt wahrscheinlich am ekelhaften Fotobuch...
Ja und wie geht er es jetzt an unser lieber Robert? Online Partnervermittlung ist doch eine gute Idee...
aber warum bin ich so dumm das ganze öffentlich zu machen und mich sogar auf die Homepage stellen zu lassen...
Offensichtlich hat Robert sein eDarling auch schon gefunden, Sonja, alleinerziehende Mutter...
Und wie hat unser Robert das nun geschafft?
zu den wichtigen Fragen scheint "verheiratet" wohl nicht zu gehören...
Übrigens, die Dame, sie heisst "Sonja", scheint ein ganz ein wiffes Bresal zu sein:
Klar, ein Mann mit Frau und 2 G'schrappen ist schon sehr bewusst und so gar kein No-Go....
Von "Elite" kann man da wahrlich nicht sprechen, wie wär's denn mal mit ein bissal mehr Ehrlichkeit liebe Partnervermittlung....
;)
Dieser Mann, er heisst Robert,
betrügt seine Frau!
Der Mann hat doch schon eine glückliche Familie. (siehe nachfolgendes, heimlich mitgefilmtes Dokument der Tragödie mit einem ekelhaften Fotobucheinband im Vordergrund):
Gut, die Körperpflege scheint etwas unwichtig geworden zu sein im Laufe der lange Ehe, aber ist das denn wirklich ein Grund? Es liegt wahrscheinlich am ekelhaften Fotobuch...
Ja und wie geht er es jetzt an unser lieber Robert? Online Partnervermittlung ist doch eine gute Idee...
aber warum bin ich so dumm das ganze öffentlich zu machen und mich sogar auf die Homepage stellen zu lassen...
Offensichtlich hat Robert sein eDarling auch schon gefunden, Sonja, alleinerziehende Mutter...
Und wie hat unser Robert das nun geschafft?
zu den wichtigen Fragen scheint "verheiratet" wohl nicht zu gehören...
Übrigens, die Dame, sie heisst "Sonja", scheint ein ganz ein wiffes Bresal zu sein:
Klar, ein Mann mit Frau und 2 G'schrappen ist schon sehr bewusst und so gar kein No-Go....
Von "Elite" kann man da wahrlich nicht sprechen, wie wär's denn mal mit ein bissal mehr Ehrlichkeit liebe Partnervermittlung....
;)
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Freitag, 9. Dezember 2011
Noch alle Kekse in der Dose???
Georg Reichlin-Mendegg fragt sich im aktuellen "Der Hinterbrühler" (Dezember 2011/Nummer 4 - parteiunabhängig, ortsverbunden-sachlich-informativ-aktuell) warum nach dem "Ende der frühkindlichen Zucker- und Zimt-Phase einigen Mitmenschen das vorweihnachtliche Backen zum lebenslang gepflegten Hobby wird". Das ist per se ja nicht verwerflich, seine (seien wir großzügig und nennen es mal) Argumentation zeugt jedoch davon wessen Geistes Kind er eigentlich ist. Ich habe mir erlaubt, den sachlich total fundierten Erlebnisaufsatz ein wenig in <pink> zu kommentieren. Vielleicht ist es aber auch einfach eine grandiose Satire, für die ich einfach zu dumm bin sie zu verstehen.
Aber lest einfach selbst:
"Jedes Jahr in der Adventszeit ergreift unsere herzensguten Frauen oder Lebensgefährtinnen eine rätselhafte Unruhe: sie träumen von herzigen Babyhändchen, die in Blechdosen nach Süßigkeiten grabschen, und hören offenbar eine mystische Stimme, die ihnen befiehlt, unverzüglich Plätzchen zu backen.<hier wollte ich mich schon zum ersten mal übergeben, da ich den "Der Hinterbrühler" wohlweislich nur am Klo lese, ging das aber gerade ausrichtungstechnisch nicht>
Seit Jahrhunderten gehorchen <jahrhundertelang gehorchen, Service is our success> Frauen und Mütter dieser Stimme, denn ich habe noch von keinem Mann gehört, der sich schlaftrunken erhebt und, einem inneren Befehl folgend, in die Küche geht, um Kekseln zu backen <trunken stehen Männer ja meistens nur auf um sich ein neues Bier zu holen oder wie?>. Ich will mich da gar nicht ausnehmen: Auch ich fühle nicht das geringste Bedürfnis, mit Zucker, Mehl und Backblech zu hantieren <DAS hätte ich jetzt so gar nicht vermutet>. Obwohl ich - der ich (längst schon) keine entzückenden Babyhände mehr besitze <aber immer noch den Intellekt eines solchen?>- nicht ungern ab und zu gierig in Blechdosen mit Butterkeksen greife <du schlimmer du, also PFUI!>.
Es muss wohl - tiefenpsychologisch gesehen - um einen jener wichtigen Unterschiede zwischen Frauen und Männern handeln. (Siehe auch: Warum Frauen im Auto frieren und Männer immer die Heizung abstellen...).<haben Barbara und Allen Pearse schon wieder ein Buch geschrieben, das die Welt nicht braucht?>
Die erst vor einigen Jahren aufgeblühte Genderwissenschaft und der ebenso entbehrliche Feminismus <ja holla die Waldfee, jetzt geht er's aber an!> erläutern uns, dass bei Kindern eigentlich die Lust am Keksebacken gar nicht geschlechtsspezifisch verteilt sei, nach dem Prinzip: Buben backen Autos, Mädchen Puppen. In einem gewissen Alter backen alle gleich gerne Kekse. <Versteh jetzt nur ich diese wissenschaftliche Argumentation nicht? Weil das ist doch eigentlich eine urfeministische Aussage...> Das beginnt, wenn die Kinder der Mutter <na wem denn sonst?> in der Küche helfen wollen. Im (eher sinnlosen) Versuch, ihre Küche von der Chaostruppe fern zu halten <physikalischer Blödsinn, weil Küchen per se unbeweglich sind, aber bitte...>, sagt sie pädagogisch geschult <wahrscheinlich so eine Öko-Tussi-Volksschullehrerin>: "ihr dürft die Schüssel ausschlecken, wenn ich Kekse backe." Keksebacken hat sie für Samstag vormittag vorgesehen und wundert sich, wenn die aufgeregte Rasselbande bereits um sechs Uhr morgens vor der Küchentür steht <das Dummchen!>. Auch der Vater ist irritiert <huch der Ärmste!>- doch das eventuell andere Gründe <weil er sich von seinem Frauchen wahrscheinlich noch eine Runde "eheliche Pflichterfüllung" des morgens erwartet hat>. Der guten <"Du Gute Du"> Mutter bleibt wohl nix anderes übrig, als ihren Nachwuchs beim Backen einzusetzen <da der Kindsvater anscheinend nicht dazu fähig ist, seine Brut zu beschäftigen>. Für künftig wertvolle Konsumenten ist es eine wunderbare Gelegenheit, die jung sprießende Intelligenz an praktischer Warenkunde zu schärfen: "Du Mama, warum heißt die Kuh Bio? Die braunen Eier, sind die braun von der Sonne, oder sind das türkische Eier? <hier schlägt mein Entsetzen über diesen Artikel in blanke Spachlosigkeit um> Warum darf unsere Mieze nicht in den Backofen?<na weil doch da schon ein Braten im Rohr ist - Schenkelklopfer>" Die bequeme und vollautomatische Küchenmaschine wird nicht in Betrieb genommen <weil?>, um die Fingerchen der Kleinen nicht zu gefährden <ach so, und ich dachte schon, weil der Haushaltsvorstand es verboten hat, weil damals bei Muttern...>, also müssen alle backen, wie es die Großmutter <na was sag ich!> tat: Butter geschmeidig rühren, Mehl mit Eiern und Zucker verquirlen, die Waage benützen (die hat Großmutter aber nie gebraucht, die hatte noch das richtige Augenmaß für alle Zutaten!<ja, bei Mama war eben alles besser - kleiner Ödipus>), Milch abmessen, das Ausstechen und Ausrollen, der anschließende Streit um den Plastikschaber und das Abschlecken der Holzlöffel.
Dieser erste Akt des Keksebackens ist die letzte Auseinandersetzung, die von Kindern noch friedvoll inszeniert wird. Der zweite Akt, bei dem es darum geht, die Plätzchen aus dem Ofen zu holen und als Erster probieren zu dürfen, geht wie bei Shakespeare oder Agathe Christie nicht ohne Kalamitäten ab. <mal ehrlich, wieviel Eierpunsch hat der Schreiber denn jetzt schon intus?>Dabei entstehen Abneigungen und gar Feindschaften bis ins hohe Alter <wegen Keksen? Ernsthaft? Ich orte hier ein wenig "Übertragung" - aber nachdem der Autor sich anscheinend "eingehend mit Tiefenpsychologie" beschäftigt hat wundert mich das jetzt irgendwie gar nicht>. Der drängenden Fragen warum dann nach dem Ende der frühkindlichen Zucker- und Zimt-Phase einigen das vorweihnachtliche Keksebacken zur lebenslang gepflegten Kulturhandlung wird, hat uns die Genderwissenschaft noch nicht beantworten können. <Aaaaaber es ist doch ein jahrhunderalter Befehl, eine innere Stimme, eine innere Unruhe in uns Weibern! Das hast du uns doch vor 3 Absätzen schon erklärt, lies mal nach!> <Und Achtung, jetzt holen wir gleich zum finalen Schlag aus: >Ebenso steht die Frage, ob wir männer uns in dieser backwütigen stillen Zeit von unseren Frauen (wiedereinmal?) vernachlässigt fühlen, in den Zimtsternen"
Über Eure Kommentare zu diesem Artikel freut sich der Herausgeber des "Der Hinterbrühler" Ing. Christian Menzel sicherlich unter seiner Emailadresse christian.menzel@sueddruck.at (und ich mich natürlich auch als Kommentar!).
PS: Darüber hinaus beachtenswert ist im aktuellen Hinterbrühler (04/2011) auch das Inserat auf Seite 37 ganz unten : "Suche Haushalthilfe (nur Inländerin) für 2-Personen-Haushalt (Kochen) in der Hinterbrühl, Teilzeit, 3 Tage pro Woche (keine Wochenenden) Tel.: 02236/26637" Was ihr mit dieser Info macht ist euch selbst überlassen ;)
Aber lest einfach selbst:
"Jedes Jahr in der Adventszeit ergreift unsere herzensguten Frauen oder Lebensgefährtinnen eine rätselhafte Unruhe: sie träumen von herzigen Babyhändchen, die in Blechdosen nach Süßigkeiten grabschen, und hören offenbar eine mystische Stimme, die ihnen befiehlt, unverzüglich Plätzchen zu backen.<hier wollte ich mich schon zum ersten mal übergeben, da ich den "Der Hinterbrühler" wohlweislich nur am Klo lese, ging das aber gerade ausrichtungstechnisch nicht>
Seit Jahrhunderten gehorchen <jahrhundertelang gehorchen, Service is our success> Frauen und Mütter dieser Stimme, denn ich habe noch von keinem Mann gehört, der sich schlaftrunken erhebt und, einem inneren Befehl folgend, in die Küche geht, um Kekseln zu backen <trunken stehen Männer ja meistens nur auf um sich ein neues Bier zu holen oder wie?>. Ich will mich da gar nicht ausnehmen: Auch ich fühle nicht das geringste Bedürfnis, mit Zucker, Mehl und Backblech zu hantieren <DAS hätte ich jetzt so gar nicht vermutet>. Obwohl ich - der ich (längst schon) keine entzückenden Babyhände mehr besitze <aber immer noch den Intellekt eines solchen?>- nicht ungern ab und zu gierig in Blechdosen mit Butterkeksen greife <du schlimmer du, also PFUI!>.
Es muss wohl - tiefenpsychologisch gesehen - um einen jener wichtigen Unterschiede zwischen Frauen und Männern handeln. (Siehe auch: Warum Frauen im Auto frieren und Männer immer die Heizung abstellen...).<haben Barbara und Allen Pearse schon wieder ein Buch geschrieben, das die Welt nicht braucht?>
Die erst vor einigen Jahren aufgeblühte Genderwissenschaft und der ebenso entbehrliche Feminismus <ja holla die Waldfee, jetzt geht er's aber an!> erläutern uns, dass bei Kindern eigentlich die Lust am Keksebacken gar nicht geschlechtsspezifisch verteilt sei, nach dem Prinzip: Buben backen Autos, Mädchen Puppen. In einem gewissen Alter backen alle gleich gerne Kekse. <Versteh jetzt nur ich diese wissenschaftliche Argumentation nicht? Weil das ist doch eigentlich eine urfeministische Aussage...> Das beginnt, wenn die Kinder der Mutter <na wem denn sonst?> in der Küche helfen wollen. Im (eher sinnlosen) Versuch, ihre Küche von der Chaostruppe fern zu halten <physikalischer Blödsinn, weil Küchen per se unbeweglich sind, aber bitte...>, sagt sie pädagogisch geschult <wahrscheinlich so eine Öko-Tussi-Volksschullehrerin>: "ihr dürft die Schüssel ausschlecken, wenn ich Kekse backe." Keksebacken hat sie für Samstag vormittag vorgesehen und wundert sich, wenn die aufgeregte Rasselbande bereits um sechs Uhr morgens vor der Küchentür steht <das Dummchen!>. Auch der Vater ist irritiert <huch der Ärmste!>- doch das eventuell andere Gründe <weil er sich von seinem Frauchen wahrscheinlich noch eine Runde "eheliche Pflichterfüllung" des morgens erwartet hat>. Der guten <"Du Gute Du"> Mutter bleibt wohl nix anderes übrig, als ihren Nachwuchs beim Backen einzusetzen <da der Kindsvater anscheinend nicht dazu fähig ist, seine Brut zu beschäftigen>. Für künftig wertvolle Konsumenten ist es eine wunderbare Gelegenheit, die jung sprießende Intelligenz an praktischer Warenkunde zu schärfen: "Du Mama, warum heißt die Kuh Bio? Die braunen Eier, sind die braun von der Sonne, oder sind das türkische Eier? <hier schlägt mein Entsetzen über diesen Artikel in blanke Spachlosigkeit um> Warum darf unsere Mieze nicht in den Backofen?<na weil doch da schon ein Braten im Rohr ist - Schenkelklopfer>" Die bequeme und vollautomatische Küchenmaschine wird nicht in Betrieb genommen <weil?>, um die Fingerchen der Kleinen nicht zu gefährden <ach so, und ich dachte schon, weil der Haushaltsvorstand es verboten hat, weil damals bei Muttern...>, also müssen alle backen, wie es die Großmutter <na was sag ich!> tat: Butter geschmeidig rühren, Mehl mit Eiern und Zucker verquirlen, die Waage benützen (die hat Großmutter aber nie gebraucht, die hatte noch das richtige Augenmaß für alle Zutaten!<ja, bei Mama war eben alles besser - kleiner Ödipus>), Milch abmessen, das Ausstechen und Ausrollen, der anschließende Streit um den Plastikschaber und das Abschlecken der Holzlöffel.
Dieser erste Akt des Keksebackens ist die letzte Auseinandersetzung, die von Kindern noch friedvoll inszeniert wird. Der zweite Akt, bei dem es darum geht, die Plätzchen aus dem Ofen zu holen und als Erster probieren zu dürfen, geht wie bei Shakespeare oder Agathe Christie nicht ohne Kalamitäten ab. <mal ehrlich, wieviel Eierpunsch hat der Schreiber denn jetzt schon intus?>Dabei entstehen Abneigungen und gar Feindschaften bis ins hohe Alter <wegen Keksen? Ernsthaft? Ich orte hier ein wenig "Übertragung" - aber nachdem der Autor sich anscheinend "eingehend mit Tiefenpsychologie" beschäftigt hat wundert mich das jetzt irgendwie gar nicht>. Der drängenden Fragen warum dann nach dem Ende der frühkindlichen Zucker- und Zimt-Phase einigen das vorweihnachtliche Keksebacken zur lebenslang gepflegten Kulturhandlung wird, hat uns die Genderwissenschaft noch nicht beantworten können. <Aaaaaber es ist doch ein jahrhunderalter Befehl, eine innere Stimme, eine innere Unruhe in uns Weibern! Das hast du uns doch vor 3 Absätzen schon erklärt, lies mal nach!> <Und Achtung, jetzt holen wir gleich zum finalen Schlag aus: >Ebenso steht die Frage, ob wir männer uns in dieser backwütigen stillen Zeit von unseren Frauen (wiedereinmal?) vernachlässigt fühlen, in den Zimtsternen"
Über Eure Kommentare zu diesem Artikel freut sich der Herausgeber des "Der Hinterbrühler" Ing. Christian Menzel sicherlich unter seiner Emailadresse christian.menzel@sueddruck.at (und ich mich natürlich auch als Kommentar!).
PS: Darüber hinaus beachtenswert ist im aktuellen Hinterbrühler (04/2011) auch das Inserat auf Seite 37 ganz unten : "Suche Haushalthilfe (nur Inländerin) für 2-Personen-Haushalt (Kochen) in der Hinterbrühl, Teilzeit, 3 Tage pro Woche (keine Wochenenden) Tel.: 02236/26637" Was ihr mit dieser Info macht ist euch selbst überlassen ;)
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